Korea Flagge

Die koreanische Flagge heißt Taegukki. Sie symbolisiert die Prinzipien von Yin und Yang der asiatischen Philosophie. Der Kreis in der Mitte ist durch eine Kurve in zwei gleiche Teile geteilt. Die obere rote Hälfte repräsentiert die positiven kosmischen Kräfte des Yang. Entsprechend stellt der blaue untere Teil die negativen kosmischen Kräfte des Yin dar. Beide gemeinsam verkörpern das Konzept ständiger Bewegung und Harmonie, die die unendliche Sphäre charakterisieren. Der Kreis ist umgeben von vier Trigrammen in den Ecken. Jedes symbolisiert eines der vier universalen Elemente, Himmel, Erde , Feuer und Wasser.

Die koreanische Nationalblume ist Mugunghwa, die Hibiskusblüte. Jedes Jahr vom Juli bis zum Oktober blüht der Hibiskus im ganzen Land. Im Gegensatz zu anderen Blumen ist der Hibiskus beständig gegen Schädlinge. Die symbolische Bedeutung stammt von der Wurzel, denn Mugung bedeutet Unsterblichkeit. In diesem Sinne verkörpert die Blume die lange koreanische Geschichte und die Entschlossenheit und das Durchhaltevermögen des koreanischen Volkes.

Die Geschichte

Die Besiedlung Koreas begann wahrscheinlich vor etwa fünfhunderttausend Jahren. Das erste Königreich, Ko-Choson, wurde 2333 v.Chr. gegründet. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert waren drei Reiche entstanden: Kogoryo, Paekche und Shilla. Diese Reiche breiteten sich über die gesamte Halbinsel und einen großen Teil der Mandschurei aus und gaben der Zeit der Drei Reiche (57v.Chr.-668n.Chr.) ihren Namen.
Schließich besiegte Shilla im Jahr 668 seine beiden Rivalen und vereinte die Halbinsel erstmals im Jahr 676. In der Vereinten Shilla-Zeit (676-935) erlebte die Halbinsel eine kulturelle Blüte, insbesondere im Bereich der buddhistischen Kunst.
Während der folgenden Koryo-Dynastie (918-1392) bildete sich in Korea eine aristokratische Regierungsform heraus. Der Buddhismus war Staatsreligion und übte einen starken Einfluß auf Politik und Verwaltung aus. Interessant ist noch zu erwähnen, daß sich der Name “Korea” von “Koryo” ableitet. Die Choson-Dynastie (1392-1910), Koreas letzte, übernahm den Konfuzianismus als Staatsideologie und führte politische und wirtschaftliche Reformen durch. Zu den wichtigsten kulturellen Leistungen gehörte ein Aufblühen literarischer Aktivitäten, u.a. die Entwicklung des koreanischen Alphabets.

Hangul im Jahr 1443. Die Hauptstadt Hanyang, das heutige Seoul, wurde 1394 gegründet, und noch heute finden sich hier Paläste und Stadttore aus dieser Epoche.
Die Choson-Dynastie endete durch die japanische Invasion im Jahre 1910. Korea stand so 35 Jahre lang bis zur japanischen Kapitulation im zweiten Weltkrieg am 15. August 1945 unter japanischer Kolonialherrschaft. Nach der Befreiung wurde das Land jedoch in das demokratische Südkorea und den kommunistischen Norden geteilt. Drei Jahre später wurde die Republik Korea im Süden gegründet.
Am 25. Juni 1950 brach mit der Invasion durch Nordkorea der Krieg aus, der drei Jahre lang bis zum Waffen- stillstandsabkommen 1953 dauerte. Nach dem Krieg unternahm Korea unermüdliche Anstrengungen zum Wiederaufbau des Landes in Wohlstand und Stabilität. Es erreichte ein bemerkenswertes Wirtschaftswachstum, das von vielen Entwicklungsländern als ein Modell betrachtet wird.

Das Land

Die koreanische Halbinsel liegt am östlichen Ende des asiatischen Kontinents und erstreckt sich rund 1.000 km in südlicher Richtung. An der schmalsten Stelle ist Korea 216 km breit. Die Halbinsel gehört zu den gebirgigsten Gegenden der Welt und ist landschaftlich reizvoll. Gebirge und Hügel ziehen sich an der gesamten Ostküste entlang und machen rund 70% der Oberfläche aus. Der harte Granit- und Kalksteingrund ist verkantet und entfaltet sich zu einer der schönsten Gebirgslandschaften der Welt. Dies gilt besonders für die Ostküste, wo die Berge steil ins Meer abfallen. Die südlichen und westlichen Hänge fallen jedoch sanfter zu den Küstenebenen hin ab, wo der meiste Reis und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse angebaut werden.
Die koreanische Halbinsel ist derzeit durch eine entmilitarisierte Zone, die grob entlang des 38. Breitengrads verläuft, in die Republik Korea im Süden und das kommunistische Nordkorea geteilt.
Das Land hat eine Fläche von 99,26 Quadratkilometern, und die Bevölkerungszahl beträgt 44,6 Millionen.
Administrativ besteht die Republik Korea aus neun Provinzen, einer Stadt mit Sonderstatus (Seoul) und den sechs Großstädten Pusan, Taegu, Inchon, Kwangju, Taejon und Ulsan. Es gibt 72 Städte und 91 Landkreise in den neun Provinzen.

Geographische Lage zwischen dem 33. und 43. Grad nördlicher Breite und dem 124. Grad und 131. Grad östlicher Länge.
Höchste Erhebungen der Hallasan auf der lnsel Chejudo mit 1.950 m, der Chirisan mit 1.915 m und der Soraksan mit 1.708 m.
Längste Flüsse der Naktonggang mit 525 km, der Hangang mit 514 km und der Kumgang mit 401 km.

Klima

Korea liegt in der gemäßigten Klimazone und hat vier verschiedene Jahreszeiten.
Der Frühling beginnt Ende März oder Anfang April. Von März bis Mai kann überwiegend mit sonnigem Wetter gerechnet werden.
Der Sommer in Korea ist relativ heiß und regnerisch. Man findet grüne und üppige Vegetation überall. Im Juni steigen die Durchschnittstemperaturen auf über 20 Grad an, und der Monsunregen beginnt Ende Juni und dauert bis Mitte/Ende Juli. Die stärksten Niederschläge fallen im Juli.
Der Herbst ist verhältnismäßig kurz und dauert von Ende September bis in den November hinein. Der Wind weht vom Kontinent und bringt klares, trockenes Wetter mit sich.
Das Wetter im Winter ist von Dezember bis Februar kalt und trocken, obgleich sich die Kältewellen oft mit milderen Tagen abwechseln.